Zeugnis

Ein wichtiges Papier für das berufliche Fortkommen eines Mitarbeiters ist das Zeugnis. Zeugnisse sind besonders wichtig, wenn sich der Arbeitnehmer um eine neue Stelle bewirbt. Das Zeugnis gehört zu den wichtigsten Bewerbungsunterlagen.

Die Rechtsanwaltskanzlei Erb erklärt Ihnen genau, welche Zeugnisarten zu unterscheiden sind und wie im Einzelnen ein einfaches Zeugnis oder ein qualifiziertes Zeugnis zu verfassen ist. Dabei unterstützen wir Sie in der Verwendung/Beurteilung der Zeugnissprache, insbesondere der damit erfolgenden Benotung von Verhalten und Leistung.

Es besteht ein Rechtsanspruch auf ein vollständiges Zeugnis. Das Zeugnis muss auf einem gültigen Briefpapier der Firma/Behörde geschrieben und vom Arbeitgeber bzw. Vorgesetzten selbst unterschrieben sein. Es darf keine Schreibfehler, Verbesserungen oder Flecken enthalten. Der Arbeitgeber muss das Arbeitszeugnis rechtzeitig zum Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis aushändigen.

Zeugnisart

Das Zwischenzeugnis kann aus besonderen Gründen (Wechsel des Vorgesetzten, für Bewerbungen um eine andere Stelle, vor längerer Beurlaubung usw.) verlangt werden. Das Endzeugnis wird bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses erstellt. Nach § 109 GewO, § 16 BBiG haben alle Arbeitnehmer und Auszubildenden einen Anspruch auf Erteilung eines schriftlichen Zeugnisses bei Beendigung des Arbeits- bzw. Berufsausbildungsverhältnisses. Beide Zeugnisformen sind als einfaches oder qualifiziertes Zeugnis möglich.

  • Das einfache Zeugnis: In einem einfachen Zeugnis sind nur Grunddaten zur Person, sowie Name und Berufszweig des Arbeitgebers, Länge des Arbeitsverhältnisses sowie eine Beschreibung der Tätigkeit enthalten.
  • Das qualifizierte Zeugnis: Dieses Zeugnis enthält zusätzlich eine Bewertung von Leistung und Verhalten im Arbeitsverhältnis. Es wird nur auf Wunsch des Arbeitnehmers erteilt.

Ob und wie in Ihrem Falle das Zeugnis auszustellen ist, darüber berät die Rechtsanwaltskanzlei Erb Sie eingehend.

Einfaches Zeugnis

In einem einfachen Zeugnis sind nur Grunddaten zur Person, sowie Name und Berufszweig des Arbeitgebers, Länge des Arbeitsverhältnisses sowie eine Beschreibung der Tätigkeit enthalten.

Nachfolgend ein Beispiel für ein einfaches Zeugnis:

 

Zeugnis

Herr Franz Kunz, geboren am 17.03.1974 in Kassel, ist am 17.07.2005 als Altenpfleger in unsere Dienste getreten und wurde vorwiegend in der Gerontopsychiatrischen Station beschäftigt.

Das Arbeitsverhältnis wird auf Wunsch von Herrn Kunz zum 31.12.2009 aufgelöst.

AUDITORIUM südwestfalen

Manfred Erb

Geschäftsführer

Qualifiziertes Zeugnis

Das qualifizierte Zeugnis hat einen bestimmten Aufbau, an den sich der Arbeitgeber grundsätzlich halten muss:

  1. Bezeichnung der Zeugnisart: Arbeitszeugnis, Zwischenzeugnis etc.
  2. Einleitung: Daten zur Person sowie Dauer des Arbeitsverhältnisses
  3. Kurze Beschreibung der Tätigkeitsbereiche des Unternehmens
  4. Tätigkeitsbeschreibung: Stellung im Betrieb sowie Beschreibung der Kompetenzen
  5. Beurteilung der Leistung: Arbeitsweise, Arbeitsleistung und Arbeitserfolge
  6. Beurteilung des Verhaltens: zu Vorgesetzten, zu Kollegen/innen und ggf. Publikum
  7. Schlusssatz: Grund für das Ausscheiden, Dankesformel und Zukunftswünsche. Nach der – insoweit falschen – Auffassung des BAG besteht hierauf kein Anspruch des Arbeitnehmers, obwohl in der Praxis das Fehlen einer solchen Formulierung als Indiz für Kritik am Arbeitnehmer gewertet wird
  8. Ort, Datum und Unterschrift des Arbeitgebers.

Die Rechtsanwaltskanzlei Erb unterstützt Sie bei der Erstellung oder der Überprüfung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses. Denken Sie daran, dass es – je nach Interesse – auf die zulässige Zeugnissprache und Benotung ankommt.

Zeugnissprache und Benotung

Für die Ausstellung eines Arbeitszeugnisses gelten eindeutige Regeln (§ 109 Abs. 2 GewO). Jedes Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der äußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage über den Arbeitnehmer zu treffen.

Beim Schreiben des Zeugnisses muss der Arbeitgeber zwei Grundsätze beachten:

  • Als Informationsquelle für zukünftige Arbeitgeber muss jedes Zeugnis der Wahrheit Die Tätigkeit muss vollständig und genau beschrieben werden, die Bewertung zutreffend und frei von der subjektiven Einstellung des Beurteilenden zum Beurteilten
  • Als Bewerbungsgrundlage soll das Zeugnis wohlwollend abgefasst sein, damit das berufliche Fortkommen des Arbeitnehmers nicht unnötig erschwert

Für das Schreiben eines Zeugnisses haben sich verschiedene Techniken entwickelt, mit denen die von Ihnen angestrebten Inhalte formuliert werden können. Die Rechtsanwaltskanzlei Erb kann Ihnen erklären, in welchen Fällen insbesondere die Arbeitsgerichte einzelne Formulierungen für zulässig oder unzulässig erklärt haben. In der Praxis haben sich dabei auch verschiedene Formulierungen zur Benotung der Arbeitsleistung und des Verhaltens ergeben. Die Rechtsanwaltskanzlei Erb unterstützt Sie dadurch, dass wir für Sie ein vollständiges Zeugnis – das Ihren Interessen entspricht – verfassen können. Kommen Sie zu uns.