Pflegebedürftigkeit/Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung (SGB XI) soll die Situation der Pflegebedürftigen verbessern, aber auch ihre Angehörigen in einer schwierigen Aufgabe entlasten.

Beratungsbedarf besteht i. d. R. bei der Beantragung, Überprüfung und Berechnung von verschiedenen Leistungen.

Leistungen bei Pflegebedürftigkeit

Leistungen bei Pflegebedürftigkeit sind nach SGB XI vielfältig. Dazu gehören u. a.:

  • Häusliche Pflegehilfe (Pflegesachleistung)
  • Pflegegeld
  • Kombination von Geld-und Sachleistung
  • Pflegevertretung
  • Tages-und Nachtpflege
  • Kurzzeitpflege
  • Pflegehilfsmittel und technische Hilfen
  • Vollstationäre Pflege
  • Leistungen zur sozialen Sicherung der Pflegeperson
  • Pflegekurse

Die Kanzlei Erb berät Sie bei allen möglichen Leistungsfällen.

Pflegebedürftigkeit/Pflegestufen

Die Leistungen dieses Versicherungszweiges kann in Anspruch nehmen, wer pflegebedürftig ist. Hierzu gehören Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen. Und zwar für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens (Körperpflege, Ernährung, Mobilität, hauswirtschaftliche Versorgung). Diese Hilfe muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, erforderlich sein.

Ob Sie bzw. ein Angehöriger pflegebedürftig ist, kann und muss mit einem speziellen Verfahren festgestellt werden. Die Kanzlei Erb vertritt Sie im Rahmen eines solchen Verfahrens

Verfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit

Damit Leistungen gezahlt werden können, muss nach der Antragstellung die Pflegebedürftigkeit eingeschätzt werden. Hierzu wird der MDK den Pflegebedürftigen besuchen und ein Gutachten erstellen. So kann er sich ein Bild von der individuellen Lebenssituation des Antragstellers machen. Der Gutachter hat eine verantwortungsvolle und schwierige Aufgabe. Er muss die Pflegestufe und die erforderliche Hilfe ermitteln. Das Gutachten wird an die Pflegekasse geschickt, die dann über die Anerkennung der Pflegebedürftigkeit und die Gewährung von Leistungen entscheidet.

Der Pflegebedürftige erfährt dann schriftlich von der Pflegekasse, welche Leistungsansprüche er aufgrund der individuellen Einstufung hat.

Der MDK begutachtet aber nicht nur, er stellt auch fest, ob und durch welche Maßnahmen die Pflegebedürftigkeit vielleicht beseitigt oder vermindert werden könnte oder ob eine Verschlimmerung verhindert werden kann.

Sie sind mit den Feststellungen des Gutachters nicht einverstanden? Die Rechtsanwälte der Kanzlei Erb in Wilnsdorf bei Siegen helfen Ihnen gerne gegen Feststellungen vorzugehen, die nicht korrekt sind.

Ambulante/häusliche Pflege

Die häusliche Pflegehilfe soll die Pflege und Versorgung Pflegebedürftiger in ihrem Haushalt oder dem ihrer Familie ergänzen. Das geschieht durch ambulante Pflegedienste, die Vertragspartner der Pflegekassen sind.

Eine Grundanforderung des Systems der Pflegeversicherung besteht in der Wahlfreiheit des Pflegebedürftigen.

Die Entscheidung, welche Hilfen bei den Verrichtungen des täglichen Lebens von einer Pflegeeinrichtung erbracht werden sollen, trifft der Pflegebedürftige. Es muss gewährleistet sein, dass sich der Pflegebedürftige sein individuelles „Leistungsprogramm“ aus dem Hilfsangebot selbst zusammenstellt.

Haben Sie Probleme mit einem Pflegedienst, insbesondere dessen Abrechnung? Die Kanzlei Erb hilft Ihnen bei der Auswahl eines Pflegedienstes ebenso wie bei Rechnungsprüfungen.

Leistungen für Pflegepersonen

Die Alternative zu ambulanten Pflegediensten ist die Pflege innerhalb der Familie. Wenn die Versicherten durch Angehörige (oder auch andere Personen ihrer Wahl) privat gepflegt werden, zahlt die Pflegekasse ein Pflegegeld. Dieses Pflegegeld tritt dann an die Stelle der Sachleistung durch ambulante Pflegedienste. Auch das Pflegegeld ist nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit gestaffelt.

Es soll den Versicherten ermöglichen, die erforderliche Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung durch private Pflegepersonen selbst sicherzustellen.

Die Pflegebedürftigen haben zudem die Möglichkeit, beide Leistungen zu kombinieren. Sie können zum Teil ambulante Dienste, zum Teil das Pflegegeld in Anspruch nehmen.

Sie haben Zweifel bei der korrekten Abrechnung des Ihnen zustehenden Pflegegeldes? Die Kanzlei Erb vertritt Sie auch in solchen Anliegen.

Pflegeüberleitung Krankenhaus in vollstationäre Pflege

Ist während der stationären Krankenhausbehandlung erkennbar, dass im Anschluss einer Krankenhausbehandlung weitere Maßnahmen wegen Pflegebedürftigkeit notwendig erscheinen und häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich ist und somit eine Aufnahme zur vollstationären Pflege unumgänglich erscheint, informiert der Krankenhaussozialdienst schnellstmöglich die zuständige Pflegekasse und den MDK. Die Einwilligung des Versicherten hierzu gilt zugleich als Antrag auf Pflegeleistungen. Im Falle des Wechsels von der häuslichen zur stationären Pflege wird die festgestellte Pflegestufe grundsätzlich übernommen.

Das Ergebnis der Begutachtung wird der Pflegekasse umgehend mitgeteilt. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, informiert die Pflegekasse schnellstmöglich den Versicherten bzw. Angehörigen/Lebenspartner.

Für den Fall, dass in der Kürze der Zeit kein Platz in dem gewünschten Pflegeheim zur Verfügung steht, hat die Pflegeversicherung auch vorgesorgt. In diesen Fällen kann der Pflegebedürftige zur Überbrückung eines begrenzten Zeitraumes Leistungen der „Kurzzeitpflege“ und der „Verhinderungspflege“ in Anspruch nehmen; § 42 SGB XI.

Die Kanzlei Erb berät Sie gerne über die Ihnen zustehenden Ansprüche und Möglichkeiten in solchen Fällen.

Vollstationäre Pflege

Der Anspruch auf vollstationäre Pflege ist zunächst davon abhängig, dass häusliche Pflege oder teilstationäre Pflege nicht möglich ist oder wegen der Besonderheit des einzelnen Falles nicht in Betracht kommt. Vollstationäre Pflege kann demnach insbesondere erforderlich sein bei Fehlen einer Pflegeperson, fehlender Pflegebereitschaft möglicher Pflegepersonen, drohender oder bereits eingetretener Überforderung der Pflegeperson, drohender oder bereits eingetretener Verwahrlosung des Pflegebedürftigen, Selbst- und Fremdgefährdungstendenzen des Pflegebedürftigen, räumliche Gegebenheiten im häuslichen Bereich, die keine häusliche Pflege ermöglichen und durch Maßnahmen der Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes nicht verbessert werden können.

Bei Schwerstpflegebedürftigen (Pflegestufe III) wird die Erforderlichkeit von vollstationärer Pflege wegen Art, Häufigkeit und zeitlichem Umfang des Pflegebedarfs unterstellt.

Die Kanzlei Erb berät Sie gerne darüber, welche Leistungen bei vollstationärer Pflege durch Ihre Pflegekasse erbracht werden müssen. Sie haben Probleme mit Ihrer Pflegekasse? Dann unterstützen wir Sie.

Pflegewohngeld

Pflegewohngeld ist eine Leistung des Landes, die Alten- und Pflegeheime für ihre Bewohner erhalten können, damit möglichst viele Heimbewohner unabhängig von der Sozialhilfe leben können.

Das tägliche Heimentgelt einer Pflegeeinrichtung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Pflegekosten
  • Investitionskosten
  • Unterkunft und Verpflegung (Hotelkosten)

Pflegewohngeld dient zur Deckung der Investitionskosten. Das sind die Kosten, die dem Träger von Pflegeeinrichtungen im Zusammenhang mit der Herstellung, Anschaffung und Instandsetzung von Gebäuden entstehen. Die Investitionskosten sind in jeder Einrichtung unterschiedlich hoch. Zur Deckung dieser Kosten kann jedoch Pflegewohngeld bis zur Höhe der tatsächlichen Investitionskosten des jeweiligen Heimes gewährt werden.

Die Kanzlei Erb unterstützt Sie bei der Antragstellung ebenso wie bei der Berechnung des Pflegewohngeldes.

Pflegebedürftige mit erheblichem allgemeinen Betreuungsbedarf

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege, bei denen neben dem Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung ein erheblicher Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung besteht, können zusätzliche Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen.

Pflegebedürftige in stationärer Pflege erhalten in solchen Fällen unmittelbar kein Geld. Aber die Pflegeeinrichtung kann zur Finanzierung zusätzlicher Betreuungskräfte Geld pro Bewohner monatlich erhalten.

Was das in Ihrem Fall oder dem Ihres Angehörigen bedeutet, besprechen wir gerne mit Ihnen. Die Kanzlei Erb unterstützt Sie bei der Geltendmachung auch dieser Ansprüche.

Berechnung von Ansprüchen/Überprüfung der Leistungsgewährung

Die Kanzlei Erb unterstützt Sie bei allen Ansprüchen im Zusammenhang mit der Pflegeversicherung (SGB XI)